kommende Ausstellung:
vom bis

Zwischen zwei Brücken

Mit der Ausstellung “Zwischen zwei Brücken” führen wir den begonnenen Austausch zwischen dem Kunstraum Braugasse Hoyerswerda und dem Kunstraum HyCP Veddel Space auf der Hamburger Veddel fort. Die Ausstellung bietet einen kleinen Einblick in die stadtteilbezogene Kunstpraxis in einer Nachbarschaft zwischen Hafenwirtschaft, Logistik und Kupferindustrie. Es werden Werke von Künstlerinnen gezeigt, die aktiv im Umfeld des Kunstraums arbeiten. Wir wollen die kulturelle Umgebung der beiden Kunstorte sichtbar machen und gleichzeitig eine Einladung an die geneigten Zuschauer aus Hoyerswerda aussprechen, uns später einmal auf der Veddel zu besuchen. Die Auswahl der einzelnen Werke liegt bei den Künstlerinnen. Gemeinsam an den Arbeiten ist, dass sie ortsspezifische Bezüge herstellen, die im je eigenen künstlerischen Werk eine Bedeutung haben.

HyCP ist ein kooperatives Projekt von Künstlerinnen, Philosophinnen und anderen kulturellen Aktivist*innen. Wir betrachten Kulturalität als Austausch zwischen lokalen und globalen Diskursen. Die Metaphern des Passagiers und des Hyperlinks eröffnen assoziative und inhaltliche kulturelle Verbindungsmöglichkeiten, die mit den Mitteln der Kunst erforscht werden. HyCP betreibt seit 2012 Artist-in-Residence-Projekte.

Gemeinsam mit weltweiten Kunstinstitutionen vernetzen wir internationale Künstlerinnen mit der Kulturlandschaft Hamburgs. Seit 2012 waren 138 Künstlerinnen bei uns zu Gast. HyCP ist Mitglied im internationalen Netzwerk PORTJOURNEYS, das Hafenstädte weltweit mit Kunstaktionen, Konferenzen und Artist-Residences vernetzt. Mehr Informationen: https://portjourneys.net

Bis 2018 war HyCP im FRISE-Künstlerhaus in Hamburg angesiedelt. Der Umzug des Projekts auf die Veddel war für uns eine inhaltliche Entscheidung, um mit den Menschen vor Ort unmittelbar kulturelle Diversität zu leben und zu thematisieren. Die Räume des HyCP Veddel Space sind so gestaltet, dass sie sich dem Stadtteil öffnen. Sie sind für flexible und offene Nutzungen konzipiert: Atelierarbeit, Ausstellungen, Präsentationen, Seminare, Workshops, Artist-Dinners und öffentliche Stadtteil-Kunstarbeit. Mit zwei Wohnräumen gibt es Unterbringungsmöglichkeiten für Gäste, die meist ca. 4 Wochen bleiben. Zusammen mit Kolleginnen aus Hamburg erproben die internationalen Künstlerinnen offene Formate der Zusammenarbeit. Kunst wird hier unhierarchisch, diskursiv und transdisziplinär verhandelt.

Wir bedanken uns sehr bei allen, die diese Ausstellung ermöglicht haben, insbesondere bei Michael Kruscha, dem Leiter des Kunstraum Projektes und dem Team der Kulturfabrik Hoyerswerda.